Was geschah, während wir schliefen

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Title: Was geschah, während wir schliefen
Aus dem Ungarischen: Agnes Relle
Verlag: Matthes und Seitz Berlin
Jahr der Erstausgabe: 2009
Seitenzahl: 192 Seiten
Format: gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-88221-743-8
Preis: 19,80 € / 28,90 CHF
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Metamorphosen des Eros

»Überall, alles hat eine Grenze.« Jeder Körper ist begrenzt; es gibt Grenzen zwischen zwei Menschen, den Geschlechtern, zwischen Ländern und Kulturen, unsichtbare und sichtbare. Noémi Kiss schreitet auf ihren riskanten, provokanten und bisweilen obszönen Gratwanderungen diese Grenzen ab und überschreitet sie.Eine junge Frau auf der Suche nach Identität und Halt, und doch getrieben von der Lust am Exzess, der Lust, Grenzen zu überschreiten und ihr Leben zu riskieren. In immer neuen Figuren und Konstellationen, an immer neuen Orten und Unorten erzählt Noémi Kiss suggestiv und körperlich erfahrbar vom Taumeln zwischen den Extremen und vom brutalen Zurück­geworfenwerden auf sich selbst, Sie bewegt sich zwischen Traum und Wirklichkeit, Angst und Sehnsucht, dem sexuellen Exzess folgt der Fall und die Reflexion.Kiss spiegelt in ihren scharfen Beobachtungen und mit ihrer präzisen Sprache die Einsamkeit und Gefühlskälte unserer Zeit wider. Sie ist damit die Stimme einer neuen literarischen Generation: existenzialistischer in der Haltung, obszöner im Ton, schärfer in der Analyse, härter in den Konsequenzen.

Stimmen
»Holen Sie sich das Buch!«
Budapester Zeitung, 25. August 2011»Geschickt arbeitet Kiss mit erzählerischen Sprüngen in Zeit und Raum. Wenn Noémi Kiss in diese Richtung weitergeht, kann man auf sie sehr gespannt sein.«
Hans-Peter Kunisch, jetzt.de (Süddeutsche Zeitung), 28. September 2010»Diese Erzählungen schlagen ein wie ein Blitz. Sie sind mit einem solchen sprachlichen Furor geschrieben und zugleich so zart und fein, dass der Leser hin- und hergerissen ist zwischen der brutalen Direktheit des Gegenstands und seiner subtilen Formulierung.« Nicola Kuhn, Tagesspiegel, 11. März 2009»Kiss schildert das Leben der Figur präzise und unmittelbar. Darin liegt ihre Stärke: Nüchtern, aber poetisch legt sie die Höhen und Abgründe des menschlichen Daseins und Wirkens dar. Schnell fesseln die Geschichten, fühlt man sich mitten ins Geschehen versetzt. Durch den Perspektivwechsel am Ende des Buchs zeigt Kiss die Beschränktheit der eigenen Perspektive auf und appelliert an die eigene kritische Reflexion des Lesers.« Janine Schemmer, OPAK Magazin, April/Mai 2009»Man merkt Noémi Kiss, die als neue Stimme im ungarischen Männergesangsverein kaum mehr zu überhören ist, ihre akademische Herkunft an: den Unterstrom aus kulturwissenschaftlicher Theorie, der ihre trotzdem souverän und gar nicht langweilig erzählten Geschichten durchläuft. Diese ungarische E.T.A.-Hoffmann Exegetin, hält es wie dieser mit einer verschlungenen, stets wie durch ein Prisma gebrochenen Realität. Der Leser reibt sich darüber oft die Augen, denn nichts ist, wie es zunächst scheint.« Stefanie Peter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Juni 2009»Noémi Kiss schreibt von Exzessen und Verwundbarkeit, vom Leben und Tod und genauso kontrovers ist auch ihr Sprachstil. Direkt und obszön, dann ganz fein, fast theatralisch.« Clarissa Lempp, www.aviva.de, Juni 2009»Sie [Kiss] verzichtet auf die Einheitlichkeit weiblicher Identität, setzt die ›allgemeine weibliche Identitätskrise‹ um. Noémi Kiss schreibt spannend und doppelbödig, taucht in (T)Raum und Zeit, macht die Tragik aller Beziehungen und Grenzüberschreitungen klar.« Laura Méritt, Siegessäule, August 2009»Im Schatten der schwarzen Romantik treibt Noémi Kiss ihr eigenes Schattenspiel, und man kann nie ganz sicher sein, wer hinter der Leinwand die Fäden zieht. In den stärksten Momenten ihrer Erzählung spielt es keine Rolle mehr, ob das jetzt gerade erlebt oder erfunden ist, weil die Autorin an der Grenze zwischen Tag und traum so sicher die Balance findet und so genau beobachtet, dass sie einem mit wenigen Worten die Augen dafür öffnet, wie verletzlich das Leben ist.« Frank Kaspar, WDR3 Passagen, 24. August 2009»Eine wagemutige Schriftstellerein, die sich mit Verve an Tabuzonen zu schaffen macht.« Judith Leister, Neue Zürcher Zeitung, 9. September 2009»Grenzen und Grenzerfahrungen mit Drogen, Sex und Geschlechtertausch erfasst Noemi Kiss in einem schwebenden Ton.« Erika Achermann, St. Galler Tagblatt, 21. September 2009

 



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